JDarkroom: „With the lights out it’s less dangerous.“

Schreibschäme. Großer Mist. Es ist wie mit dem Tanzen: Wenn keiner hinguckt, ist es irgendwie leichter. Wie oft saß ich schon zum Schreiben in einem Café (man verhutzelt ja sonst vollkommen) und bin von Platz zu Platz gerutscht, weil ich an jeder Ecke das Gefühl hatte, dass mir einer auf den Bildschirm guckt. Und wenn man dann auch noch eine Sexszene schreiben muss, oh Gottogott.

Im Dunkeln schreiben, das wär’s. Nur wenn der Screen einen mit diesem grellblauen Licht anstrahlt (ist das eigentlich gesundheitsschädlich?), sitzt man ja schon wieder im Spotlight.

Wie wäre es mal mit JDarkRoom? Das ist nicht nur was für Retro-Fans. Die Benutzeroberfläche ist außerdem schön reduziert und schützt eure Diskohirne vor Ablenkung.

Licht aus, Klassenarbeit!

Gegen die Angst vor dem Ende des Buches

Es ist so tragisch, wenn ein Roman endet. Am schlimmsten fand ich es bei „Die Geheime Geschichte“ von Donna Tartt. Donna hat sich wirklich Mühe gegeben, mich ganz sanft aus der Geschichte zu stupsen – so richtig mit Epilog und Händchen halten und nochmal über den Kopf streicheln. Trotzdem war es nach der letzten Seite plötzlich kalt und grau – klar, ich war plötzlich wieder in Deutschland.

Was also tun, wenn es kein zweites, drittes, viertes Buch von einem Autoren gibt? Was, wenn alles schon durchgelesen ist? Für den nächsten Fall von literarischer Obdachlosigkeit habe ich mir jetzt mal die Literature Map gebookmarkt. Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten, artverwandte Autoren zu finden, aber ich habe es am liebsten schnell und hübsch.

Augenscheinlich setzt sich die Auswahl der Literature Map aus Lesegefühl, Stil, Temperatur und Thematik zusammen. Ich bin aber auch noch über ein anderes Kriterium gestolpert:

„Zusammen im Kindergarten gewesen“:
dagasdggasd

Da ich im selben Kindergarten war, will ich da jetzt auch mit rein. Notiere: Ab jetzt jeden Tag einmal meinen eigenen Namen für die Liste vorschlagen. Einer muss es ja tun. Ähem.

Lesung in Halle (Saale) am 17.4.

Beim Wort „Begegnungsstätte“ dachte ich ja erstmal an Senioren-Busreisen, Provinzmuff und Filterkaffee. Dass die Leute vom BBZ „lebensart“ in Halle an der Saale so ganz anders sind, fiel mir das erste Mal auf, als ich über den Schweigepflichtvermerk auf ihrer Website stolperte.

queer_lesen_fc_BBZ_lebensart_e.VDer Verein kämpft seit 1990 gegen das „Brett vorm Kopf“ und macht uns vor, wie wir unsere Kinder und Jugendlichen zu aufgeklärten, gefestigten, toleranten Menschen erziehen. Die zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter zeigen uns, wie wir Orientierung geben und selbst erlangen, Gewalt und Diskriminierung bekämpfen, Fairness üben und gesund und glücklich bleiben.

Was das BBZ „lebensart“ leistet, ist deutlich mehr als ein bisschen Beratung. Dort begegnet man sich mit geöffnetem Visier. Und wenn das Wetter gut ist, tanzt man auch mal mit wehender Regenbogenflagge auf der Straße.

Wenn die letzten Krümel des diesjährigen Frühlingsfestes weggefegt sind, darf auch meine Wenigkeit endlich einmal die heiligen Hallen des BBZ „lebensart“ betreten. Im Rahmen der Reihe „que(e)r gelesen“ werde ich dort am 17. April meinen Debüt-Roman „Winterblut“ vorstellen. Wir lesen, diskutieren, essen und trinken ab 19 Uhr. Der Eintritt zur Lesung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

17.04.2015
19 Uhr
Begegnungs- und Beratungs Zentrum „lebensart“ e.V.
Beesener Straße 6
06110 Halle (Saale)

Lesung / Berlin / 23.10.

Freunde,
am 23.10. lese ich im Café Tasso in Berlin-Friedrichshain aus meinem Roman WINTERBLUT. Aber dieses Mal geht es nicht nur ums Buch. Mein Gastgeber hat ein paar ganz besondere Aufträge. Als Teil des Integrationsbetriebes SinneWerk gGmbH arbeiten im Café Tasso Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Handicap gleichberechtigt zusammen.

Wir wollen,
…dass Bücher für Jede und Jeden erschwinglich sind.
…dass Integration von Menschen mit sogenannter Behinderung selbstverständlich ist.
…dass „bio“ nicht teuer, sondern lecker ist.
…dass kulturelle Veranstaltungen für Jede und Jeden zugänglich sind.

Anstatt des Eintritts wird um eine Spende gebeten. Das Café Tasso und meine Wenigkeit freuen sich auf euch!

23. Oktober 20 Uhr
Café Tasso – Das andere Antiquariat

Frankfurter Allee 11 10247 Berlin/ Friedrichshain (U5 Frankfurter Tor)

Hurra!

Ihr dürft mir gratulieren: Ich habe es geschafft, einen Quickborn-Roman zu schreiben, in dem die Worte ‚Mike‘ und ‚Krüger‘ nicht einmal vorkommen.
Am Samstag werde ich exklusiv im kleinen Kreis ein paar Seiten aus meinem zweiten Buch vorlesen, das nächstes Jahr im KLAK Verlag erscheint.
Wer das hören möchte, kommt am 5.4.2014 um 19:30 Uhr ins art.gerecht.

berlin acoustic stage
Jungstr.14
10247 Berlin

Ich freu mich auf euch!

WINTERBLUT im Radio

Heute war WINTERBLUT zu Gast bei Melle’s Mixtape auf delta radio. Und vielleicht fiel es uns etwas zu spät auf, dass da ganz schön viele F…-Wörter im Lesetext vorkamen. Ging alles so schnell. Ob man im Radio mit Zensur-Pieptönen arbeitet? Ob Melle nach der Sendung ihren Job behalten darf? Ob euch meine Song-Auswahl wohl gefällt? Erfahrt ihr demnächst auf delta radio!

Jetzt Tickets für die LitPop sichern!

Liebe Freunde, am 15.3. lese ich auf der 7. SPUTNIK LitPop im Rathaus Leipzig!
Über 30 Autoren, Slammer, DJs und Konzert Acts freuen sich auf einen großartigen Abend.

Tickets (16 EUR) sind ab sofort online unter www.tixforgigs.com zu erwerben.
Oder ab dem 14.02.2014 hier:

Späti Schatzinsel – Forststraße 7 | herMan – Karl-Liebknecht-Straße 52 | Universitätsbuchhandlung Leipzig & Schweitzer oHG – Universitätsstraße 20 | Café Luise – Bosestraße 4 | Fitness First im Messehof – Petersstraße 15 | Ticketgalerie – Hainstraße 1 (zzgl. VVK Gebühr) | Culton Ticket – Peterssteinweg 9 (zzgl. VVK Gebühr)

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